Vor CNC war ich vieles, aber nichts davon blieb so hängen wie CNC.
Kellner. Barkeeper. Autowäsche. Tankstelle. Bauarbeiter. Autowerkstatt. Polizist. Ich war nicht verloren, ich habe nur gelernt, wie die Welt von Grund auf funktioniert.
2014 begann ich als Bauarbeiter für Hristo zu arbeiten, den Besitzer der modernsten Stuhl- und Möbelfabrik in meiner Stadt, die Märkte in ganz Europa und dem Nahen Osten belieferte. Er suchte junge Leute, die lernen und als Bediener an seinen neuen CNC-Maschinen arbeiten wollten, und bot mir eine Stelle in der Fabrik an, aber ich lehnte ab. Ich studierte Webentwicklung und plante, mit meiner Frau nach Sofia zu ziehen, um dort in der Tech-Branche Arbeit zu finden.
Dann, einen Monat vor unserer Hochzeit, kam er zu uns nach Hause und bot mir etwas anderes an: CNC-Programmierer.
Meine Frau würde mir überallhin folgen, aber ich wusste, dass sie glücklicher wäre, wenn wir in unserer Heimatstadt blieben. Also sagte ich ja.
Ich wusste nichts über Holzbearbeitung oder CNC-Maschinen. Ich begann mit der Ankunft von drei Hapfo 5000 Drehbänken. Ein Ingenieur namens Bernhard kam für zwei Wochen Training. Als er erfuhr, dass ich keinerlei Erfahrung hatte, war er sichtlich schockiert. Er sagte mir, dass man in Deutschland sechs Monate Training braucht, um Bediener an diesem Typ Drehbank zu werden.
Ich hatte zwei Wochen Zeit, um zu lernen, wie man die Maschine bedient und Zeichnungen für sie erstellt.
Am Ende der zweiten Woche hinterließ er mir seinen persönlichen Kontakt. Wir blieben jahrelang in Kontakt. Monate später hatte ich mich dramatisch verbessert, zwei Bediener angelernt, wie man mit den Drehbänken arbeitet, und meinen eigenen Stil der Zeichnungserstellung entwickelt.